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„Silver Frog“: Hochmoderne 2 GW Photovoltaik-Produktionsstätte für grünen Wasserstoff in Europa

ees Europe 2 GW photovoltaic production plant for green hydrogen

15. Oktober 2019 – Im Rahmen der Brüsseler „Hydrogen for Climate Action Conference“ haben vier europäische Cleantech-Unternehmen einen gemeinsamen Vorschlag eingereicht, der dabei helfen soll, schwer zu dekarbonisierende Branchen mit grünem Wasserstoff zu versorgen. Basis für das Projekt „Silver Frog“ soll der Bau einer Photovoltaik-Produktionsstätte mit einer Jahreskapazität von zwei Gigawatt sein.

 

Beim Konzept, das gegenüber der EU als Important Projects of Common European Interest (IPCEI) vorgeschlagen wurde, sollen mittels PV-Module aus der Fabrik mehr als zehn Gigawatt Photovoltaik-Leistung installiert werden, die gemeinsam mit Windkraftanlagen zur Erzeugung von 100 Prozent erneuerbarem Wasserstoff dient. Der grüne Wasserstoff soll wiederum über bestehende Gasleitungen an schwer zu dekarbonisierende Industrien wie Chemie oder Stahl geliefert werden. Die Unternehmen, allesamt Mitglieder von SolarPower Europe, rechnen mit einer Produktion von etwa 800.000 Tonnen grünem Wasserstoff innerhalb der nächsten acht Jahre. Die CO2-Emissionen könnten derweil schätzungsweise um rund acht Millionen Tonnen jährlich reduziert werden. Ein weiterer positiver Aspekt wäre die Schaffung von mindestens 6.000 neuen Arbeitsplätzen. Als essenzielles Element des Projekts nennen die Projektpartner – bestehend aus Maschinenbauer Meyer Burger, Elektrolyseur-Spezialist Hydrogenics, Modulhersteller Ecosolifer und Projektentwickler European Energy – die Entwicklung neuer europäischer Herstellungskapazitäten für Solarzellen und Solarmodule.

SolarPower Europe ist von dem Vorschlag überzeugt. „Das Projekt ‚Silver Frog‘ zeigt, wie die Solarenergie die Entwicklung von erneuerbarem Wasserstoff unterstützen kann. Darüber hinaus ist der Schwerpunkt dieses Projekts auf der Integration von Photovoltaik-Produktionsanlagen ein starkes Signal an die Europäische Kommission, dass alle Diskussionen über erneuerbaren Wasserstoff eine solide erneuerbare Industriestrategie erfordern“, so Walburga Hemetsberger, CEO von SolarPower Europe.

Mit einer Anerkennung als IPCEI wäre es möglich, bestimmte Beihilfen für das Projekt zu bekommen. Die finale Auswahl für die IPCEIs wird im kommenden Jahr erfolgen.

 

Quelle: pv-magazine

 

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