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Wirkungsgrad-Weltrekord für solares Gleichstrom-Laden von Elektroauto

Ambibox Solarbuggy World Record Wirkungsgrad

22. Oktober 2019 – Das Mainzer Start-up Ambibox erzielte beim Laden eines selbst entwickelten solarbetriebenen Fahrzeugs der Hochschule Bochum einen Wirkungsgrad von mehr als 99 Prozent. Die Gleichstrom-Ladetechnik des Unternehmens kam bei einem Forschungsprojekt in der australischen Wüste zum Einsatz.


Studenten der Hochschule Bochum haben ein Offroad-Elektrofahrzeug entwickelt, das sich mit Photovoltaik-Modulen laden lässt. Der sogenannte „SolarBuggy“ führt faltbare Solarmodule mit sich. Für das Füllen der Batterie wird eine spezielle Ladetechnik mit sehr hohem Effizienzniveau, kleinem Volumen und gleichzeitig geringem Eigengewicht benötigt. Die Technik muss auch unter extremsten Bedingungen wie heißen Temperaturen einen optimalen Wirkungsgrad erreichen. Die Simpsonwüste mitten in Australien lieferte dafür optimale Voraussetzungen. Die Kühlung erfolgt dabei ohne Lüfter über das Gehäuse. Ambibox hat dafür seinen Laderegler umgebaut und die Leistungselektronik angepasst. „Die Technologie im ‚SolarBuggy‘ entspricht der zukünftigen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge: hocheffizient, bei gleichzeitig hoher Leistung auf kleinem Raum und auf Gleichspannung basierend“, erklärt Geschäftsführer Manfred Przybilla. Ursprünglich wollte das „SolarBuggy“-Team die Wüste innerhalb von weniger als vier Tagen und 21 Stunden durchqueren.  Aufgrund der ungewöhnlich heißen Temperaturen lieferten die Solarzellen aber lediglich drei statt der geplanten fünf Kilowatt Leistung. Zusätzlich verlängerten sich die Ladezeiten. Als dann auch noch Sandwirbelstürme dazukamen, brachen die Studenten den Rekordversuch ab.

Während der Rekordversuch der Hochschule scheiterte, konnte Ambibox in diesem Projekt einen ganz anderen Rekord verzeichnen: Die Gleichstrom-Ladetechnik erzielte einen Wirkungsgrad von mehr als 99 Prozent. Nach Angaben des Unternehmens ist das weltweit bisher unerreicht. Die Ladetechnik ermöglicht, diverse Gleichstromgeräte ohne Umwege über das Wechselstromnetz miteinander zu verbinden. Sie reguliert zudem den Energiefluss der Geräte vollautomatisch. So lassen sich dem Unternehmen zufolge je nach Anwendungsfall bis zu 20 Prozent Energie sowie teure Wechselrichter einsparen, da Gleichstrom nicht mehr in Wechselstrom umgewandelt werden muss – und umgekehrt.

Quelle: PV Magazine
Foto: Hochschule Bochum

 

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