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Grüner Wasserstoff bald Wettbewerbsfähig?

ees Europe

04. Februar 2020 - Im Rahmen der Energiewende gilt die Power- to-X Technologie als entscheidende Ergänzung zu den Erneuerbaren Energien. Das Verfahren liefert CO2-neutrale Brenn- und Treibstoffe für Kraftwerke, Verkehr, Gebäude und die Industrie.
 

In diesem Zusammenhang wird zunehmend grüner Wasserstoff (Power-to-Gas) genannt, um die vorgeschriebenen Energie- und Klimaziele zu erreichen. Derzeit wird Wasserstoff in der Regel aus Erdgas oder Kohle gewonnen – mit klimaschädlichen Folgen: Die Produktionsprozesse verursachten im Jahr 2017 weltweit insgesamt 830 Millionen Tonnen CO2-Emissionen, mehr als der gesamte Ausstoß Deutschlands. Weniger als ein Prozent des Wasserstoffs stammt derzeit aus Elektrolyseuren, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Einem aktuellen Bericht des US-Analystenhauses Wood Mackenzie zufolge beläuft sich die kumulierte Leistung von Anlagen zur Produktion von grünem Wasserstoff auf 252 Megawatt. In den nächsten fünf Jahren sollen Elektrolyseure mit einer Leistung von 3.205 Megawatt dazu kommen – ein Plus von 1.272 Prozent.

Zudem wird davon ausgegangen, dass es unter anderem in Deutschland in zehn Jahren günstiger sein wird, grünen Wasserstoff zu erzeugen als solchen fossilen Ursprungs. Voraussetzung dafür ist, dass die Gestehungskosten für Solar- und Windstrom bis 2030 auf umgerechnet maximal 2,7 ct/kWh fallen werden. Heute liegen die Gestehungskosten in Deutschland im Mittel bei 6,95 ct/kWh, bei Großanlagen sind bereits Kosten von unter 5 ct/kWh möglich.

Bei den Kosten kann der grüne Wasserstoff in den meisten Fällen nicht mit der fossilen Variante mithalten – zumindest nicht bis 2025. Nationale Ziele und Pilotprojekte sollen aber zu einem erheblichen Zubau führen. Mit steigenden Anlagenstückzahlen werden die Investitionskosten Experten zufolge auf Dauer sinken. Wie kann die Einführung von grünem Wasserstoff vorangetrieben werden? Das und mehr wird beim Side Event Power-to-X im Rahmen der ees Europe Conference thematisiert – seit 2019 mit den europäischen Verbänden Hydrogen Europe und Eurogas als strategische Partner. Jorgo Chatzimarkakis, Geschäftsführer von Hydrogen Europe, blickt optimistisch nach vorne: „Solar und Gas könnten in Zukunft ein Traumpaar werden.“