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Geringe Bekanntheit der Austauschprämie für Ölheizungen bremst Wärmewende

München/Bonn, 19. März 2020: In einer Untersuchung von EuPD Research im Rahmen des diesjährigen Energiewende Awards wird deutlich, dass die Austauschprämie für Ölheizungen unter Hausbesitzern noch relativ wenig bekannt ist. Zwar ist der Kenntnisstand unter Hausbesitzern mit Ölheizung deutlich besser – doch auch hier ist die Informationslage ausbaufähig. 

 

Seit Januar 2020 können Bürgerinnen und Bürger, die im Besitz einer alten Ölheizung sind, eine Austauschprämie für ein neues, effizienteres und klimafreundlicheres Heizungssystem mit erneuerbaren Energien beantragen. Hierbei wird Ihnen eine Förderung von bis zu 45 % der Gesamtkosten zugesprochen – die prozentuale Höhe der Förderung hängt von dem neuen zu installierenden Heizungssystem ab. Eine Befragung des Bonner Markt- und Wirtschaftsforschungsunternehmens EuPD Research im Rahmen des Energiewende Awards zeigt eine geringe Kenntnis bezüglich der neu eingeführten Austauschprämie im Rahmen des Marktanreizprogramm (MAP). 

Die Ergebnisse der Befragung unter 500 deutschen Hausbesitzern zeigen, dass die Austauschprämie für Ölheizungen nur bei rund der Hälfte der befragten Hausbesitzer bekannt ist. Lediglich 14 % der Befragten geben an, sich damit wirklich auseinandergesetzt zu haben und über einen sehr guten Kenntnisstand zu verfügen. Unter Hausbesitzern mit einer Ölheizung - rund 26 % der Befragten - ist die Informationslage deutlich besser mit rund 62 %, die die Prämie mindestens zur Kenntnis genommen haben. Doch vor allem hier wäre ein höherer Bekanntheitsgrad wünschenswert. Bei einem potentiellen Austausch der Heizung würde sich jeder fünfte Befragte für eine Wärmepumpe entscheiden – dabei werden Wärmepumpen mit dem höchsten Zuschuss von 45 % gefördert. 

„Der geringe Kenntnisstand der Austauschprämie in der Zielgruppe der Hausbesitzer zeigt, wie viel Aufklärungsarbeit hier noch geleistet werden muss. Gleichzeitig ist gerade die Wärmewende die Achillesferse der deutschen Energiewende“, kommentiert Dr. Manuel Michaelis, Leiter Key Account Management für Energieversorger & Energiedienstleister bei Vaillant und Partner des Energiewende Awards 2020, die Untersuchungsergebnisse. Bereits zum vierten Mal werden die innovativsten Energieversorger am 18. Juni 2020 im Rahmen der Innovationsplattform „The smarter E Europe“ mit dem Energiewende-Award prämiert. Der Award richtet sich an Energieversorger, die mit ihrem Engagement im Besonderen die Energiewende in der DACH-Region vorantreiben. Initiatoren des Projektes sind das DCTI Deutsches CleanTech Institut, The smarter E Europe und EuPD Research. Der Energiewende-Award wird bereits im zweiten Jahr in Folge von unserem Partner Vaillant unterstützt. 

Weitere Informationen zum Energiewende Award finden Sie unter www.energiewende-award.de.