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PV und Elektromobilität: Sausende Solarstromspeicher

Elektroautos können nicht nur Menschen von einem Ort zum anderen befördern, sie können außerdem als Stromspeicher dienen. Vehicle-to-Grid nennt man das Konzept, wenn Strom aus den Akkus von Elektroautos kontrolliert zurück ins Netz fließt. Es macht wirtschaftlich Sinn. Übersteigt das Stromangebot die Nachfrage, dann fallen die Preise. In diesem Fall kann überschüssiger Solar- oder Windstrom kostengünstig in der Elektroautobatterie zwischengespeichert werden, während das Fahrzeug an der Ladestation tankt. Erhöht sich die Nachfrage oder verringert sich das Angebot, lässt sich der Strom gewinnbringend ins Netz zurückspeisen und es gleichzeitig stabilisieren.

Wie das Netzmanagement mit Elektrofahrzeugen und Photovoltaik funktioniert, zeigen Feldversuche. Forscher haben ein Energiemanagement für Haushalte entwickelt, das die Ladevorgänge von Elektromobilen auf eine maximale Eigenstromversorgung durch Photovoltaikanlagen optimiert. Das Energiemanagementsystem erstellt und überwacht Ladefahrpläne, indem es Ertragsprognosen für Photovoltaikanlagen und die Stromlast in den Haushalten berücksichtigt.

Letztendlich wollen die Wissenschaftler intelligente Steuerungen im Verteilnetz entwickeln, die die Gleichzeitigkeitseffekte in vernetzten Ladeinfrastrukturen nicht nur kalkulieren, sondern aktiv beeinflussen. Auf Basis von Kundenanforderungen – Energiebedarf, Ladeleistung, Zeitfenster des Ladevorgangs – und Netzdaten – Echtzeit oder Zustandsschätzungen – sollen sie individuelle Ladefahrpläne berechnen und an die Ladepunkte senden können.

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PV und Elektromobilität