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Microgrids: Sauberen Strom von nebenan

Microgrids mit erneuerbaren Energien sind im Kommen. Ihr Charme: Sie können sowohl netzgebunden als auch netzunabhängig betrieben werden und halten Erzeugung und Verbrauch in Balance. Sie eignen sich ideal zur Versorgung abgelegener Gebiete, bieten jedoch auch interessante Möglichkeiten für Industriebetriebe oder Nachbarschaftsquartiere in der Stadt. Ihre Hauptbestandteile sind dezentrale Stromerzeuger, beispielsweise Photovoltaik- und Windkraftanlagen, Speicher und ein intelligentes Steuerungssystem.

Mittels Microgrids und lokaler Energieerzeugung und -nutzung können beispielsweise Gewerbe- und Industriebetriebe unabhängiger von überregionalen Netzen werden sowie Kosten und Emissionen reduzieren. Virtuelle Communities gehen neue Wege, um Privat- und Geschäftskunden erneuerbare Energie anzubieten. Dazu kommen digitale Plattformen, die via Blockchaintechnologie dezentrale Anlagen bündeln.

In Wildpoldsried demonstriert der Regionalversorger Allgäuer Überlandwerk, wie ein Microgrid eine sichere und stabile Versorgung im überregionalen Netz stützen kann. Er hat einen Teil des Niederspannungsnetzes vom öffentlichen Netz abgekoppelt, stromlos gelegt und nur versorgt mit erneuerbaren Erzeugungsanlagen und Speichern wieder hochgefahren. Nun plant er, über sein „Allgäu Microgrid“ eine lokale Peer-to-Peer-Stromhandelsplattform aufzubauen – auch, um privaten Betreibern von Photovoltaikanlagen eine alternative Vermarktungsmöglichkeit anbieten zu können.

Smart Renewable Systems Conference

Microgrids, virtuelle Stadt